Epilepsie Assistenzhund


Wichtig zu wissen ist, dass es zwei Arten von Epilepsie-Assistenzhunden gibt - den Epilepsiewarnhund und den Epilepsieanzeigehund!

Der Epilepsiewarnhund taucht wesentlich häufiger in den Medien auf - er hat die Fähigkeit, einige Minuten, bevor ein Mensch einen epileptischen Anfall bekommt (sekundär generalisierter oder fokaler epileptischer Anfall), diesen wahrzunehmen und seinem Menschen zu melden. Diese Fähigkeit kommt unter Hunden sehr selten vor, der Hund wird damit bereits geboren - er hat die Fähigkeit oder eben nicht. Hat er sie nicht, kann sie ihm nicht antrainiert werden.

Indem der Epilepsiewarnhund seinen Menschen auf einen drohenden Anfall aufmerksam macht, hat sein Partner Zeit, Gegenmaßnahmen einzuleiten, z.B. Medikamente zu nehmen oder sich in Sicherheit zu bringen (z.B. weg von der Strasse). Während der Nacht weckt der Hund seinen Menschen bei einem drohenden Anfall auch auf.

Eine besondere Hilfe ist er für an Epilepsie erkrankte Kinder - indem er einige Minuten vor dem Anfall warnt, haben die Eltern Zeit, zu reagieren und z.B. Medikamente zu geben. Er lernt außerdem, Türen zu öffnen, die Notfall-Medikamententasche zu bringen, alarmierend zu bellen und so Angehörigen den drohenden Anfall mitzuteilen oder einen Notfallknopf zu drücken.

So ermöglicht er seinem Partner ein sicheres, eigenständigeres Leben und die Möglichkeit, an der Aussenwelt teilzunehmen.


Der Epilepsieanzeigehund hat die Warnfähigkeit nicht, kann also drohende Anfälle nicht melden. Er ist darauf trainiert, auf die veränderten Bewegungen seines Partners bei einem epileptischen Anfall zu reagieren, indem er z.B. die Notfall-Medikamententasche bringt, Angehörige alarmiert oder einen Notfallknopf drückt.

Im Gegensatz zum Epilepsiewarnhund können viele Hunde zum Epilepsieanzeigehund ausgebildet werden, da es sich um antrainiertes Verhalten handelt.


 
 
 
 
Anrufen
Email